Wie machst du authentisches Marketing, wenn du selbst noch nicht da angekommen bist, wo du deine Kunden hinbringen willst?

 

Erst wenn ich dort bin!

Ich kann meine Dienstleistung erst verkaufen, wenn ich selbst dort bin, wo ich andere hinbringen will.“

Glaubst du das auch? Ich dachte das jedenfalls. Früher.

Ja… es ist super einfach, wenn du dich hinstellen kannst und behaupten kannst, ich war da, wo du jetzt bist und dann habe XYZ gemacht und jetzt bin ich hier im Paradies und alles ist rosa. Und für die Summe X bringe ich dir meine Methode bei und in Y Monaten ist deine Welt auch rosa.

Ja… das ist die Geschichte, die wir gerne erzählen wollen würden und es ist die Geschichte, die uns überall im Marketing vorgemacht wird. Ja… das ist sehr glaubwürdig und überzeugend – wenn sie wahr ist. Und ja… wir empfinden eine dünne Person, die früher dick war als glaubwürdigen Ernährungscoach und eine sportliche Person als glaubwürdigen Personal Trainer.

Dummerweise wird diese Erfolgsgeschichte oft missbraucht. Sie wird erzählt – auch wenn sie eigentlich eine Lüge ist. Sie wird mit diesem Satz „Fake it, till you make it“ regelrecht gefeiert.

 

Was bedeutet „erst dort zu sein“ für dein Marketing?

Wenn du den Satz oben wirklich glaubst… dann bliebe dir am Anfang deines Business nichts anderes übrig, als im Marketing zu lügen, bis sich die Balken biegen oder mit dem Businessaufbau ewig zu warten – und in der Zwischenzeit kein Geld zu verdienen.

Denn gerade am Anfang bist du ggf. noch nicht da wo du deine Kunden hinbringen willst.

Also ist die Konsequenz: Kein Marketing – Kein Umsatz?

 

Warum ist „Fake it, till you make it” nicht die Lösung?

Wenn deine Strategie auf dem Motto „Fake it, till you make it“ aufbauen würde, müsstest du darauf achten, einen gewissen Mehr-Schein-als-Sein aufzubauen und das Bild was du zeichnest, dürfte keine Risse bekommen.

Niemals. Sonst wirst du entlarvt. Und das ist selbst für die Großen am Markt schädlich.

Es bedürfe ein umfangreiches Konstrukt an geleasten Status-Symbolen und Drumherum-Geschichten, damit hier nichts wackelt. Und dieses Konstrukt müsstest du solange aufrecht halten, bis du wirklich erfolgreich bist. Erst dann dürftest du wieder deine echte Seite zeigen und authentisch sein.

Puh… Klingt anstrengend.

Und fühlt sich nicht besonders toll an, oder?

 

Exkurs: Warum haben Männer viel seltener ein Problem damit, etwas zu faken?

Aus irgendwelchen Gründen haben Männer deutlich weniger Problem damit selbstbewusst aufzutreten und etwas zu verkörpern was sie nicht sind.

Nicht alle. Nicht immer. Aber es gibt schon einen Trend.

Vielleicht liegt es daran, weil wir Männern oft die Helden-Rolle zuschieben. Und Helden stehen auf und kämpfen gegen den Drachen, selbst wenn sie sich vorher in die Hose machen. Sie schlucken ihre Ängste runter und machen es trotzdem. Vielleicht, weil sie vor den anderen Männern nicht als Feigling dastehen und weil sie viel häufiger nach Ruhm und Ehre streben und mit ihren Erfolgen (vor anderen) angeben wollen.

Und wir sensible Frauen, sitzen zu Hause, kümmern uns um Haus und Hof und vor allem um die Kinder und wollen, dass sich Dinge „gut“ und „richtig“ anfühlen.

Da kann man jetzt als Feminist*in auf den Tisch springen und behaupten das wäre alles nicht so und wir müssten unsere von der Gesellschaft zugewiesene Rolle nicht zwingend ausfüllen, aber sie ist dennoch in uns verankert.

Und es wird noch eine Weile dauern, bis wir Frauen uns genauso selbstverständlich gegen den Drachen werfen und uns hinterher damit in der Schenke brüsken. Dumm nur dass es keine Drachen gibt. Und Schenken waren zumindest in der Corona Zeit geschlossen.

Ok… Offenbar lese ich zu viele Fantasy-Romane. Kommen wir wieder in die Realität zurück und machen mit dem Gedanken weiter, Marketing solle sich doch bitte „gut anfühlen“ und „Fake it, till you make it.“ fühlt sich nicht gut an.

Also, was gibt es noch?

 

Der Trend geht zum „Authentischen Marketing“.

Ja, es geht immer mehr in die Richtung, mehr von sich als Person zu zeigen, um als Person besser zu überzeugen. Menschlich zu wirken. Nahbar und ansprechbar zu sein. Storytelling zu machen. Ein bisschen die Person zu sein, mit der man ein Bier trinken gehen würde (um es mal US-Wahlkampf-Typisch auszudrücken).

Sich als echter Mensch zu zeigen, mit Ecken und Kanten, unperfekt und sympathisch und gerade deswegen sein Angebot zu verkaufen, ist quasi schon „Authentisches Marketing“.

 

Warum ist authentisches Auftreten gerade für dich als Dienstleister wichtig?

Das mag jetzt neu für dich sein, aber wenn du eine Dienstleistung verkaufst, bist du die eigentliche Ware!!! Es geht um dich als Person. Immer.

Authentisches Marketing ist also deswegen wichtig, weil wir als Menschen viel häufiger emotionale Entscheidungen fällen, als wir immer so glauben. Und das ist auch im Business so.  Auch da spielen immer das Bauchgefühl und der Nasenfaktor mit rein. Wenn ich jemanden so absolut nicht mag, werde ich ihn nicht als Coach beauftragen, und sei er noch so qualifiziert. Wir kaufen unser Auto von dem sympathischen Verkäufer, gehen zu einem Frisör, den wir mögen und hören auf die Ratschläge von jemanden, den wir schätzen.

Natürlich ist das Maß an Unsympathie, was wir in Kauf zu nehmen bereit sind, um eine bestimmte Qualität zu bekommen, je nach Branche unterschiedlich. Unabhängig von der Branche, fühlen wir uns nicht so richtig wohl, wenn wir jemanden beauftragen müssen, den wir nicht mögen. Ein Besuch beim Zahnarzt wird umso lästiger, wenn wir einen Zahnarzt haben, den wir doof finden – gehen tun wir aber dennoch.

Bei Coaches bspw. ist die Toleranz für Unsympathie förmlich nicht vorhanden. Niemand geht zu einem Coach, der einem nicht sympatisch ist. Dazu gibt es einfach zu viele andere.  Meist nützen auch viele Qualifikationen nichts, weil man die als Kunde gar nicht einordnen oder bewerten kann. Ob ein Coach was taugt oder nicht, ist wirklich eine sehr individuelle Beurteilung und erst im Nachhinein möglich.

Also… unterm Strich, gibt oft keine echten rationalen Gründe, warum wir uns für den einen und gegen den anderen Dienstleister entscheiden. Und deswegen müssen gerade Dienstleister als Mensch überzeugen.

Das geht eben nur, wenn wir authentisch sind.

 

Was brauchst du, um dich authentisch zeigen zu können?

Um authentisch zu wirken, musst du ehrlich zeigen, wer du bist und wo du stehst.

Um Ecken und Kanten zu haben, muss man sich trauen, auch mal gegen den Strom zu schwimmen und eine Meinung zu haben.

Man muss sich trauen zu polarisieren und damit bestimmte Menschen anziehen – und andere eben nicht.

Man muss damit klarkommen, dass man vielleicht angefeindet wird – und es ok finden.

Dafür braucht man eben schon eine gehörige Portion Selbstbewusstsein, die ein stückweit aus dem Erfolg kommt, den man sich aufgebaut hat und aus einer klaren und stabilen Positionierung (übrigens, letzteres ist mein Spezialgebiet).

Die Positionierung ist tatsächlich super wichtig. Denn wie willst du für etwas einstehen, wenn du nicht weißt wer du bist. Wie willst du deine Stimme finden, wenn du nicht weißt, was du sagen willst. Wie willst du polarisieren, wenn du nicht weißt, was dich von anderen unterscheidet.

 

Warum ist es für erfolgreiche Menschen einfacher, sich authentisch zu zeigen?

Es ist leicht für erfolgreiche Unternehmer, sich authentisch zu zeigen – sie haben den Berg ja schon überwunden. Sie stehen ja schon oben (oder wenigstens deutlich höher als du).

Meist stellen sie dann fest, dass sie mit Authentizität noch mehr Anklang finden und noch mehr Reichweite erreichen. Da liegt es nahe, dir solche Empfehlungen auszusprechen: „Sei bloß authentisch… dann gewinnst du Kunden – Bei mir funktioniert es.“ (LOL)

Es ist leicht aus der Oben-Perspektive „Authentisches Marketing“ als Marketing-All-Heilmittel zu verkaufen. Wenn du oben bist kannst du es dir eben auch erlauben Ecken und Kanten zu haben. Da wird es sogar erwartet ein wenig verschroben zu sein.

Aber was ist, wenn man noch nicht die Massen hinter sich stehen hat? Wie verschroben darfst du wirklich sein, um nicht die wenigen Interessenten abzuschrecken, die du hast. Oder musst du von Anfang an darauf sch*****, was die anderen denken? Das ist wirklich schwierig. Besonders, wenn du noch keine Kunden hast und auf jeden Interessenten angewiesen bist. Ich hab es versucht. War nicht leicht.

Und es hat bei mir eine gefühlte Ewigkeit gedauert, bis ich meine Stimme und mein Ding gefunden habe. Bis ich mich authentisch zeigen konnte. Hauptsächlich, weil ich mich auch mit dem Gedanken „ich bin noch nicht dort und darf meine Dienstleistung nicht verkaufen“ klein gemacht habe.

Heißt das, authentisches Marketing ist nur etwas für bereits erfolgreiche Unternehmer?

Naja… soweit würde ich nicht gehen. Aber es ist deutlich einfacher, wenn man bereits erfolgreich ist.

 

Ist authentisches Marketing ein Henne-Ei-Problem?

Zugegeben, im Moment klingt das alles wie ein Henne-Ei-Problem. Wie eine ausweglose Pattsituation.

Du bist nicht da, wo du deine Kunden hinbringen willst und deswegen findest du keine Kunden, um selbst da hinzukommen und deswegen kannst du dich im Marketing nicht so verkaufen, wie du gerne würdest, ohne zu lügen – und deswegen bleibst du klein.

Du bleibst klein, mit deinem Business und als Person.

Aber lies weiter. Es kommt noch eine Lösung.

Gucken wir uns erstmal dieses „dort“ genauer an.

 

Was heißt überhaupt „dort“ ankommen?

Dieses ominöse „dort“ ist im Grunde ein konkretes Ziel. Für einen Frisör ist das Ziel recht einfach definiert, weil das Ziel in dem Fall klar umrissen ist, z.B. ein guter, typgerechter Haarschnitt. Da ist es auch einfach „dort“ zu sein, indem man selbst einen guten typgerechten Haarschnitt hat.

Auch für einen Ernährungsberater ist das Ergebnis in abgenommenen Kilos messbar und man kann zeigen, dass man „dort“ ist, weil man eben schlank ist.

Aber für viele Coaches, Trainer und Berater ist das Definieren eines konkreten Ziels eine echte Herausforderung.

Und selbst wenn du das Ergebnis messen und als Punkt definieren könntest, kannst du gar nicht immer „dort“ sein.

Als Unternehmensberater bspw. ist das Ergebnis in zusätzlichen Umsatz messbar. Wenn du als Solo-Unternehmer KMUs berätst, kannst du selbst das Ziel vielleicht gar nicht in der Form erreichen. Du hast schlichtweg völlig andere Voraussetzungen.

Noch krasser ist es für Coaches im Bereich Persönlichkeitsentwicklung. Da ist das Ergebnis, gar kein konkreter Punkt. Seien wir mal ehrlich? Ist man irgendwann wirklich fertig mit persönlicher Entwicklung und Wachstum? Ist das wirklich ein fixer Punkt, den man irgendwie erreichen und messen kann?

Oder ist nicht doch ein Prozess? Ein Weg, den man mit seinem Coach gemeinsam geht?

Eigentlich kannst du als Coach, Trainer und Berater gar nicht „dort“ sein, wo du deine Kunden hinbringen willst, weil es kein wirkliches „dort“ gibt.

 

Ist dies „dort sein“ vielleicht nur ein Ort, der in deinem Kopf existiert?

Also, was wäre, wenn der Gedanke „Ich kann meine Dienstleistung erst verkaufen, wenn ich selbst dort bin, wo ich andere hinbringen will“ ein Glaubenssatz wäre?

Wenn ich es mir recht überlege, weiß ich gar nicht, ob ich es einem Frisör wirklich übel nehmen würde, wenn er keinen guten, typgerechten Haarschnitt hätte. Ich würde einfach annehmen, dass er sich selbst nicht die Haare schneiden kann und dass seine Kollegen im Laden nicht so gut wären. Ich wäre bei einem guten Haarschnitt eher skeptisch und würde eher fragen, wer ihm die Haare schneidet und dann den Frisör des Frisörs nehmen.

Ja, es kann sein, dass ich mit dem, wie ich denke, nicht ganz massenkompatibel bin. Ich hinterfrage sooo vieles und ich sehe Dinge anders.

 

Im Grunde ist die Erwartungshaltung der Kunden falsch.

Das ist ein interessanter Einwand, oder? Aber nicht so weit her geholt, wie du jetzt vielleicht glaubst.

Ich habe es auch schon ein paar Mal gehört, dass mich jemand erst buchen will, wenn ich ihm glaubhaft beweisen kann, dass ich das Problem schon zur Gänze selbst gelöst habe. Wenn ich es 100%ig vorleben kann.

Aber wenn mein Coaching ein „Prozess“ ist und meine Kunden einen „konkreten Punkt“ erwarten würden, läuft doch da irgendwas schief. Klar, dass derjenige, der einen „Punkt“ erwartet von einem „Prozess“ enttäuscht ist.

Das ist so, als würde jemand eine Wanderung anleiten, der das Wandern als solches genießt und die Teilnehmer enttäuscht sein, wenn auf dem Berg keine Schenke wartet. Oder man einfach gar nicht oben ankommt.

Und wenn das der Fall ist, ist das doch eigentlich ein Kommunikationsproblem. Ein Problem, dass man die falschen Teilnehmer in der Wandergruppe hat, weil man die Zielsetzung nicht richtig kommuniziert hat. Weil man falsche Erwartungen geweckt hat.

Da macht es doch am Ende keinen Sinn an sich selbst zu zweifeln, weil man selbst noch nicht „dort“ ist.

Die Frage „bin ich schon dort, wo ich meine Kunden hinbringen will?“ ist im Grunde komplett falsch.

Die eigentliche Frage ist „Erkläre ich den Mehrwert/Nutzen/Ergebnis meines Angebotes überhaupt richtig?“

 

Viele potenzielle Kunden wollen sich blenden lassen.

Ich weiß auch, dass es viele potentielle Kunden da draußen gibt, die sich blenden lassen wollen. Viele wollen genau auf diese Statussymbole gucken. Ja… viele erwarten sie regelrecht.

Sie sind sich bewusst, dass diese Status Symbole missbraucht werden und dennoch wollen sie sehen. Sie wollen lieber jemanden mit Status buchen, auch auf die Gefahr hin, dass sie im Vorfeld getäuscht werden, statt sich für jemanden ohne Status zu entscheiden. Aus Angst falsch zu liegen.

Eigentlich interessant, oder? Es gibt in beiden Fällen keine Sicherheit. Weder in dem Fall „Fake it“ noch in dem Fall „authentisch“. In dem ersten Fall fühlt es sich für den Kunden nur sicherer an. Es braucht eben Zeit, um als Kunde hinter die Fassade zu blicken und manchmal hat man dann bereits tief in die Tasche gefasst und ein teures Angebot gekauft.

Als Business-Coach kann es einem das schon fast egal sein. Wenn der Kunde erst nach dem Kauf feststellt, dass er/sie Mist gekauft hat und man selbst durch das Fake-it-Getue groß genug geworden ist, macht eine Mücke eben keinen Sommer mehr. Gut… dann sind eben einige (hust… die meisten) mit dem Ergebnis unzufrieden. Egal… Hauptsache man kann irgendwo am Strand sitzen und so tun, als würde man im privaten Jet rumfliegen.

 

Warum mir persönlich authentisches Marketing wichtiger ist.

Ich weiß, dass meine Kollegen dies tatsächlich tun. Aber für mich wäre das nichts. Ich habe keine Lust meine Ethik für ein Leben am Strand zu opfern. (Abgesehen davon, dass ich gar kein Sonnenanbeter bin und am Strandliegen maximal langweilig finde).

Ich möchte bei meinen Kunden wirklich etwas bewirken. Ich möchte ihnen dabei helfen, ihre Business-Themen klarer zu sehen. Ich möchte das Image der Coach/Berater-Branche verbessern. Ich will die Art und Weise, wie man Business macht, verändern.

Und das geht eben nicht, wenn ich nur so tue, als würde ich meinen Kunden helfen. Ich will wirklich eine Veränderung bewirken.

Habe ich schon das Gefühl „dort“ angekommen zu sein. Ne… irgendwie nicht. Ich fühle mich bspw. nicht erfolgreich. Aber vielleicht liegt es auch daran, dass ich für mich noch nicht herausgefunden habe, was ich denn brauche, um mich erfolgreich zu fühlen.

Aber ich habe keine Lust deswegen weniger authentisch im Marketing aufzutreten. Weniger ehrlich zu sein. Mich einschränken zu lassen.

Geht es dir auch so?

 

Was brauchst du, um authentisches Marketing zu machen?

Also gucken wir uns doch mal an, welche Schritte wirklich notwendig sind, um authentisch Marketing machen zu könnnen:

 

Schritt 1: Finde heraus, was du wirklich anbietest

Wenn es offenbar einen Unterschied macht, ob du deinen Kunden einen Prozess oder einen Punkt verkaufst, sieh mal genau hin, was du eigentlich anbietest. Ist bei dir eher der Weg das Ziel oder gibt es ein konkretes Ergebnis?

Und dann frag dich: Erklärst du es in deinem Marketing richtig? Verstehen deine Kunden wirklich, worauf sie sich einlassen?

Mit „Ergebnis deiner Arbeit“ meine ich übrigens nicht, was bei einem deiner Online Kurse oder einem Produkt rauskommt. Sondern das übergeordnete Ziel deiner Arbeit. Also deine Mission. Idealerweise zahlen alle deine Produkte auf das gleiche Ziel ein, sie starten nur immer an einem anderen Punkt und lösen ein anderes Problem auf dem gleichen Weg.

Jedenfalls wirkst du dann als Person glaubwürdiger, wenn du deine Angebote so entwickelst und du vermeidest einen Bauchladen.

 

Schritt 2: Kommuniziere dein wahres Ergebnis (besser)

Wenn du das wahre Ergebnis deiner Arbeit kennst, kannst du es auch besser erklären. Es hilft dir, zu erklären, warum deine Kunden dein Angebot kaufen sollen.

Vielleicht ist hier mehr Aufklärungsarbeit als bisher notwendig. Aber du sprichst damit dann automatisch die richtigen Kunden an. Die, die dein Ergebnis verstehen, einsehen, dass es der richtige Weg ist und es haben wollen.

Im Übrigen ist dieser Satz „das sind nicht meine Kunden“ einer, der zu einer tiefen Befriedigung und einer mega-mäßigen Erleichterung führt. Kannst du ja mal ausprobieren.

Das empfinden meine Kunden jedenfalls immer so, wenn meine Antwort auf die Fragen „warum versteht X mich nicht?“ oder „Warum kauft Y nicht?“ dieser Satz ist: „Das sind eben nicht deine Kunden!!!“

Es heißt nämlich, dass meine Kunden sich weit weniger verbiegen müssen, als sie immer gedacht haben. Es heißt, dass sie nicht alles tun müssen, um jedem zu gefallen. Es heißt, dass sie einfach sie selbst sein können und die Kunden suchen DÜRFEN, die zu ihnen passen. Eben authentisch sein DÜRFEN.

Ist das nicht cool?

 

Schritt 3: Zeige offen und ehrlich, dass du dich auch auf diesem Weg befindest

Wenn du die ersten beiden Schritte gegangen bist, darfst du jetzt tatsächlich (auch im Marketing) zeigen, dass du dich auch auf diesem Weg befindest, dass du auch noch Kämpfe ausfechten musst, dass du auch noch Lernfelder hast.

Und jetzt kommt der zweite Teil dieses Schrittes und der ist super wichtig: Zeige auch, was du bereits geschafft hast. Zeige, wo du schon einen Schritt weiter bist, als deine Kunden. Zeige den Weg auf und mach ihnen bewusst, was noch an Strecke vor ihnen liegt. Mach Angebote, um ihnen genau beim nächsten Schritt zu helfen.

Also ja, es reicht, deinen Kunden nur einen Schritt voraus zu sein. Nur einen Schritt. Naja… manchmal helfen zwei. Und während du dich weiterentwickelst, wird die Spanne der Kunden, die du ansprechen kannst, immer größer. Weil du immer mehr Menschen einen Schritt voraus bist. Verliere aber nie deine Basis aus den Augen.

Übrigens löst sich mit dieser Herangehensweise auch die leidige Frage „was soll ich denn (in Social Media) posten“ auf. Weil du nämlich genau das zeigen darfst! Dass du einen Weg gehst. Berichte von deinen Herausforderungen und nimm deine Interessenten mit auf die Reise. Deine Interessenten werden es spannend finden, weil es quasi zeigt, was noch auf sie zukommt. Es macht Mut zu sehen, wie du deine Herausforderungen angehst und löst, weil sie sehen, dass es überhaupt möglich ist.

 

Sollte es wirklich so einfach sein?

Ja… das klingt super einfach, aber die Krux steckt hier im Detail. Es ist gar nicht so leicht herauszufinden, was du genau anbieten sollst, welchen Weg du vermarktest und welche Kunden genau die richtigen sind.

 

Also, was ist, wenn du Hilfe brauchst?

Das ist nicht schlimm. Viele meiner Kunden stehen genau vor diesen Schritten und wissen nicht weiter. Ich mache genau das jeden Tag. Ich unterstütze meine Kunden dabei, herauszufinden:

  • Was ist das Expertenthema und was unterscheidet meine Kunden von anderen.
  • Was ist die Mission, der Weg, auf dem sie und ihre Kunden sich bewegen.
  • Welches sind die passenden Kunden, die genau diesen Weg gehen wollen.
  • Was ist das unwiderstehliche Angebot, was immer wieder kleine Probleme auf dem Weg löst.
  • Was ist das Ziel des Marketing und wie kann man sich den Teil leicht machen.

Wenn du den ersten Schritt Richtung authentischem Marketing gehen möchtest, dann empfehle ich dir meine KundenKarma-Analyse. Dort bekommst du Klarheit darüber, wo genau dein Lernfeld noch liegt und was genau dein individueller nächster Schritt ist, um mit deinem Business voran zu kommen.

Übrigens: Bei mir ist eine klare Positionierung definitiv ein Weg und kein fixer Punkt. Die schlechte Nachricht ist daher, dass man damit nie so richtig fertig ist. Aber ich hab auch eine gute Nachricht: Ich kann dir helfen, ein stabiles Fundament aufzubauen, was dir das Gehen des Weges deutlich erleichtern wird.

 

Wie fühlt sich authentisches Marketing an?

Dazu will ich jetzt mal aus meinem eigenen aktuellen Nähkästen plaudern.

Auch ich dachte lange Zeit, „Hilfe, ich bin noch nicht erfolgreich, wie will ich anderen zeigen, wie sie es werden können“ und habe mich dann immer wieder selbst klein gehalten.

Vor kurzem ist aber etwas großartiges passiert: Dieser Gedanke hat sich aufgelöst und damit auch meine Scheu mich zu zeigen, eine Meinung zu vertreten oder so zu sein, wie ich bin.

Und ich muss jetzt mal sagen, dass sich das für mich absolut großartig anfühlt und ich fast jeden Tag überrascht bin, was jetzt so alles Tolles in meinem Business passiert.

Plötzlich bekomme ich Antworten auf meine Newsletter, es finden meine Wunschkunden quasi allein den Weg zu mir, ohne dass es anstrengend ist, ich mir Sorgen muss, wo sie herkommen, ich eine krasse Marketing-Aktion planen muss oder ich krass puschy verkaufen muss. Und das Beste… es macht auch noch Spaß, fällt mir sooo leicht und kostet auch noch deutlich weniger Zeit. Es ist sooo toll. Ich könnte den ganzen Tag nur noch kichern.

Ich hätte echt nicht gedacht, dass es mit diesem Gedanken zusammenhängt, aber das tut es. Jedenfalls bei mir.

 

Und jetzt du:

Glaubst du authentisches Marketing ist wichtig? Wie authentisch bist du bereits? Schreib mir in den Kommentaren.

Schreib mir auch, ob diese Inspiration etwas bei dir bewegt hat.

 

Über die Autorin Jasmin Grigutsch

Meine Leidenschaft sind Themen wie Strategisches Marketing, Corporate Identity, Positionierung und Marketing. Ich unterstütze Selbstständige Powerfrauen dabei ihre Großartigkeit zu entdecken und diese am Markt so zu positionieren, damit sie die richtigen Kunden erreichen.

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