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Vielen spirituell oder energetisch arbeitenden Selbstständigen (Coaches, Therapeuten, Heilern…) haben zu niedrige Preise. Es fällt es wirklich schwer, angemessene Preise zu verlangen oder verkaufen sich unter Wert.

In diesem Beitrag erfährst du:

  • Wo das Gefühl herkommt, für Energiearbeit kein Geld nehmen zu dürfen
  • Was es mit dem Energieausgleich auf sich hat
  • Welche 3 kollektiven Glaubenssätze verhindern, dass du angemessene Preise verlangen kannst.

 

Die Ursache für zu niedrige Preise in der Spiri-Szene liegt weit zurück

Um zu verstehen, warum Menschen die Energiearbeit machen, so viele Schwierigkeiten haben, muss man sich mal ansehen, wie sich der Heiler Beruf entwickelt hat.

Im Grunde wissen wir, dass es immer eine weise Frau oder ein weiser Mann in jeder Gemeinschaft gelebt hat. Das ist auch heute noch in vielen indigenen Gemeinschaften so, dass diese Person, die mit den Göttern reden oder Vorhersagen machen kann besonders wertgeschätzt werden.

Meist haben sich diese Personen nicht an der alltäglichen Versorgungsarbeit beteiligen müssen, sondern wurden von der Gemeinschaft mitversorgt. Das hat sich auch nach der Erfindung des Geldes als Zahlungsmittel durch gesetzt, dass Heiler häufig beschenkt und nicht bezahlt wurden.

Es gab auch Zeiten, in denen man diese Arbeit eher im Verborgenen machen musste, weil man ansonsten verfolgt wurde und gar nicht offen dafür Geld verlangen konnte. Dazu kam, wer Fehler gemacht hat oder wo Unfälle mit dieser Person in Verbindung gebracht wurden, musste ums eigene Leben gefürchtet werden.

 

Wie ist heute die Preisgestaltung bei spirituellen Selbstständigen?

Auch heute merken wir, dass viele in energetischen Berufen immer noch Schwierigkeit haben, sich mit dem was sie machen, offen zu zeigen und Geld für ihre Dienstleistung zu verlangen.

Es wird auch heute noch praktiziert, dass spirituelle Heiler keine Werbung machen, sondern lediglich über Mund zu Mund Propaganda ihre Kunden finde. Und dass sie tatsächlich keinen Preis nennen, sondern eine Kiste hinstellen, wo man einen beliebigen Betrag reinlegen kann. Quasi ein Geschenk.

Jetzt ist das allerdings so, dass viele gar nicht einschätzen können, welchen Wert das, was sie da bekommen haben, wirklich hat.

Dadurch entsteht ein Ungleichgewicht, weil der Heiler das Gefühl bekommt, die Energie, die er/sie gibt, kommt nicht gleichermaßen wieder zurück.

 

Was ist ein Energieausgleich?

Weil viele dann in dieser Zwickmühle sind, dass sie auf der einen Seite kein Geld verlangen wollen, aber auf der anderen Seite ein energetisches Gleichgewicht herstellen wollen, nennen sie einen Wert, den sie für einen Energieausgleich angemessen finden.

Warum heißt das Energieausgleich? Weil sowohl die Energie, die in der Arbeit fließt, als auch Geld eine Form von Energie ist. Deswegen kann man mit Geld die Energie ausgleichen.

Das lautet dann oft so: „Der Energieausgleich für eine Stunde energetischer Arbeit ist Betrag x.“

Der Vorteil daran ist, dass kaum ein Kunde über den Betrag diskutieren kann. Schließlich ist das der Wert, den du deiner Energie gibst. Es ist ja in diesem Sinne kein Stundensatz. Es fühlt sich einfach besser an, es so zu beschreiben. Für viele ist damit auch das Problem gelöst.

Der Nachteil ist, dass dein Kunde dann trotzdem in Stundensätzen denkt. Vor allem wenn er/sie nicht verstanden hat, was er oder sie gerade von dir bekommt. Dann kommt schnell ein „oh… das ist ja teuer“

 

Wo ist das Problem mit dem Energieausgleich?

Viele messen ihrer Energie einfach keinen sonderlich hohen Wert bei. Da werden häufig auch mal Stundensätze rund um 40€ aufgerufen, weil es sich einfach immer noch nicht gut anfühlt, bspw. 100€ die Stunde zu nehmen.

Außerdem haben viele in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis angefangen zu arbeiten und wurden dann weiterempfohlen. Und während es am Anfang noch völlig Ok war, sich mit Kuchen und Essengehen bezahlen zu lassen, war es das irgendwann eben nicht mehr. Aber der Sprung, ab wann jemand kein Bekannter mehr ist und deswegen auch einen angemessenen Preis bezahlen soll, ist nicht so ganz leicht. Die Preise spiegeln das wieder.

Dazu kommt, dass ein Energieausgleich etwas Individuelles ist und auf die jeweilige Person angepasst werden darf. Jetzt fühlt sich das aber auch nicht gerecht an, wenn eine Person 20€ bezahlt und es gut ist und eine andere bezahlt 200€. Weder für einen selbst noch für die jeweiligen Personen.

Zusätzlich gibt es unfassbar viele Opfer da draußen, die dann viel rumjammern und einem ein schlechtes Gewissen machen, so dass man am Ende dann doch mit 20€ zufrieden ist. Schließlich will man diese Person auch nicht verprellen.

Wegen diesen 3 Glaubsensätze haben spirituelle Selbstständige zu niedrige Preise

Die Ursache für dieses konsequente Unter-Wert-Verkaufen in der Spiri-Szene liegt zum einen in den Wurzeln der Energiearbeit und vor allem an diesen drei fast schon kollektiven Glaubenssätzen:

 

Glaubenssatz 1: Was man nicht sehen/anfassen kann, hat keinen Wert

Weil man Energiearbeit nicht sehen kann – zumindest nicht mit den physischen Augen – haben wir oft das Gefühl, dass sie nichts wert ist.

Wir als Kollektiv geben materiellen Dingen einen Wert. Dinge, die wir sehen und anfassen können, wie bspw ein Handy. Da wissen wir, dass es Rohstoffe aus der Erde gebraucht hat, um kleine Teile herzustellen. Da gab es Leute, die diese Teile zusammengeschraubt haben und es musste Software dafür entwickelt werden und das Gerät musste gestaltet werden. Wir wissen einfach, dass das einen Wert hat. Hier können wir Rohstoff-, Produktion- und Entwicklungskosten einfließen lassen, selbst wenn wir sie nicht genau beziffern können.

Häufig haben große Dinge, wie Autos und Häuser einen höheren Wert als kleine Dinge, wie Handys und Stifte, weil dort mehr Materie verarbeitet wurde. Manchmal wissen wir auch, dass in kleinen Dingen seltene Rohstoffe verarbeitet werden, die durch ihre Seltenheit einen hohen Wert haben, wie beim Diamantring.

Aber es bleibt dabei, dass Materie einen höheren Wert hat, als Dinge, die wir nicht einschätzen oder sehen können.

Deswegen haben es Coaches, Heiler etc. so schwer, den Leute Liebe, Zufriedenheit, Erfüllung, Selbstbestimmung… zu verkaufen, weil wir diesen Dingen zumindest keinen numerischen Wert geben können. Viele können, selbst wenn sie es haben, hierfür keinen Geld-Gegen-Wert nennen. Es wird an keiner Börse gehandelt. Für diese Rohstoffe gibt es keinen Preis.

Das macht es so schwer, deiner Dienstleistung einen Wert zu geben.

 

Glaubenssatz 2: Was nicht anstrengend ist, hat keinen Wert.

Auch das steckt in unserem Kollektiv, dass man für Geld hart arbeiten muss.

Energiearbeit ist jetzt nicht besonders anstrengende körperliche Arbeit – zumindest wirkt es von außen oft so. Meist sitzt man irgendwo in einer Art meditativen Zustand und channelt irgendwelche Informationen. Und ja… das kann auch anstrengend sein, aber es ist nicht damit vergleichbar, den ganzen Tag Brot zu kneten oder ein Feld zu bestellen.

Während der erste Glaubenssatz in unserem Kollektiv noch sehr präsent ist, löst sich dieser Glaubenssatz langsam auf – auch wenn er immer noch sehr feststeckt.

Durch den technischen Fortschritt sind viele Dinge nicht mehr so anstrengend, wie sie früher waren. Ein Feld bestellen oder Brot backen übernehmen heute Maschinen. Um ein Haus zu bauen, muss man zwar immer noch körperlich arbeiten, aber auch da nehmen viele Maschinen auch viel Arbeit ab.

Und diejenigen, die in unserer Gesellschaft viel Geld verdienen, sind nicht die Handwerker, Bauern oder Pflegekräfte, sondern Ingenieure, Rechtsanwälte oder Softwareentwickler. Dass sind alles Menschen, die sich viel Wissen angeeignet haben und mit dem Kopf denkend in Räumen sitzend Mehrwert schaffen.

Das heißt, wir messen diesen denkenden Berufen einen höheren Wert bei, als körperlich arbeitenden Menschen. Und weil wir als Gesellschaft auch nicht mehr so hart arbeiten wollen, wird es auch immer schwerer für diese Berufe, die obendrein nicht gut bezahlt und wertgeschätzt werden, den entsprechenden Nachwuchs zu finden.

Das heißt im Umkehrschluss, du darfst dir erlauben, viel Geld zu verdienen, obwohl dir deine Arbeit leicht fällt. Denn sie fällt dir leicht, weil du darin gut bist.

 

Glaubenssatz 3: Was nicht lange dauert, hat keinen Wert

Die Standardeinheit, um den Wert einer Dienstleistung in Geld zu bemessen, ist Zeit. Offenbar fällt es uns leicht, der Zeit einen Wert zu geben. Zumindest hat sich dieses Konzept in der Zwischenzeit bewährt.

Eine Stunde hat einen Wert X und wenn du für deine Dienstleistung eine Zeit Y brauchst, hat deine Dienstleistung eben den Wert x*y.

Jetzt kann man sich noch darüber unterhalten, was jetzt eine Stunde kosten darf und ob eine Stunde beim Frisör das gleiche kosten sollte, wie bei einem Unternehmensberater und wie viel Wert du deiner Zeit gibst. Aber das ist jetzt nicht das Thema, sondern die Verknüpfung zwischen eingesetzter Zeit und den Wert für Energiearbeit.

Denn häufig reicht ein kleiner 5 Minuten Impuls. Oder es gibt mal für 15 Minuten eine Fern-Energie-Dusche. Ist das jetzt auch nur eingesetzter Zeit * Stundensatz wert?

In den Köpfen vieler Selbstständiger ist das so. Da gibt es eine Kopplung zwischen der Dauer und dem Wert, den sie bieten und deswegen rechnen viele Selbstständige in Stundensätzen ab.

Im Grunde finde ich in diesem Zusammenhang, den Energieausgleich – also Geld gegen Energie und nicht Geld gegen Zeit – doch gar nicht so schlecht. Denn gerade bei kleinen energetischen Impulsen ist der Wert doch deutlich höher als die eingesetzte Zeit.

Jetzt hast sich dieses Konzept mit den Stundensätzen (also Geld gegen Zeit) irgendwie etabliert. Auch in den Köpfen der Kunden. Und das wegzudiskutieren ist nicht leicht – aber möglich.

Hierzu ist ein Perspektivwechsel nötig. Dreh den Gedanken um, und frag dich, was dein Kunde davon hat.

Wie gehst du mit diesen Informationen um?

Wenn du nun feststellst, dass diese Glaubenssätze bei dir aktiv sind, nutz eine Technik deiner Wahl, um diese Glaubenssätze aufzulösen. Tipp: Im Workshop Preis Evolution habe ich dazu eine Übung integriert.

Du darfst es dir erlauben, Geld für deine Dienstleistung zu nehmen und sie darf auch ausreichend hoch bezahlt werden. Es ist ok, dass du gut für dich sorgst, damit du auch in der Zukunft für deine Kunden da sein kannst.

Wichtig ist, dass du lernst, den Wert deiner Angebote wirklich klar in Worte zu fassen. Falls du da Unterstützung brauchst, sprich mich gerne an.

Wenn du tiefer ins Thema einsteigen willst, empfehle ich dir meinen Workshop Preis-Evolution. Dort werde ich nicht nur diesen, sondern noch viele weitere Aspekte in der Tiefe beleuchten und dir genaue Handlungsempfehlungen auf den Weg geben.

Und jetzt du:

Schreib mir in den Kommentaren, wie treffen diese Glaubenssätze auch auf dich zu? Wie hast du das mit der Preisgestaltung gelöst?

Shownotes:

Wenn Du gerne mehr Tipps wie diesen haben möchtest, abonniere doch meinen-> YouTube-Kanal oder mach mein Quiz mit.

Über die Autorin Jasmin Grigutsch

Meine Leidenschaft sind Themen wie Strategisches Marketing, Corporate Identity, Positionierung und Marketing. Ich unterstütze Selbstständige Powerfrauen dabei ihre Großartigkeit zu entdecken und diese am Markt so zu positionieren, damit sie die richtigen Kunden erreichen.

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