Viele Solo-Selbstständige träumen davon, endlich ein skalierbares Angebot wie einen Online-Kurs zu erstellen. Aber in der Realität scheitert das Vorhaben oft an einem scheinbar simplen Problem: Zeit. Die Kalender sind voll, der Kopf ist leer – und statt an strategischem Wachstum zu arbeiten, rutschen viele immer weiter in den operativen Strudel.
In diesem Artikel erfährst du, warum das so ist, was du konkret tun kannst, um dich daraus zu befreien – und wie du dir Stück für Stück Freiraum für skalierbare Angebote erschaffst.
Inhalt:
Die Realität für Solo-Selbstständige
Das Leben als Solo-Selbstständige:r ist oft geprägt von einem paradoxen Gefühl: Man arbeitet extrem viel, aber kommt gefühlt nicht voran. Das liegt oft nicht an mangelnder Disziplin, sondern an einem strukturellen Problem. Die zur Verfügung stehende Zeit teilt sich nämlich in zwei sehr unterschiedliche Kategorien:
- Abrechenbare Zeit – also alles, wofür du tatsächlich Geld bekommst.
- Nicht abrechenbare Zeit – also alle Aufgaben, die notwendig sind, aber keine direkte Einnahme erzeugen.
Was viele unterschätzen: Die nicht abrechenbare Zeit frisst häufig den Großteil der Woche. Und je mehr du arbeitest, desto weniger Raum bleibt dir, um an den wirklich wichtigen Dingen zu arbeiten – etwa deinem Online-Kurs.
Was zählt zur nicht abrechenbaren Zeit?
Die Liste ist lang. Und vermutlich kommt dir einiges bekannt vor:
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Administrative Aufgaben wie Rechnungen schreiben, Zahlungseingänge prüfen, Unterlagen ordnen.
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Die Vorbereitung auf Kundentermine, deren Zeit du später oft nicht in Rechnung stellst.
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Marketing-Aktivitäten: Newsletter schreiben, Social Media betreuen, Netzwerken.
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Technische Aufgaben, kleinere Anpassungen an der Webseite, Tools einrichten oder verbessern.
Diese Tätigkeiten gehören zwar zum Business – aber sie bringen kein direktes Geld. Und häufig sind sie weder klar strukturiert noch optimiert. Sie „wabern“ eher herum und führen dazu, dass du viel tust, aber wenig abschließt.
Die Folge: Chaos, Frust – und Prokrastination
Wenn die Dinge keinen Rahmen haben, fehlt der Fokus. Du scrollst durch Social Media, schiebst Aufgaben vor dir her, weißt nicht, was zuerst zu tun ist – und landest am Ende im Hustle-Modus. Viele meiner Kund:innen kommen mit dem Wunsch nach mehr Struktur zu mir, weil sie genau in diesem Teufelskreis feststecken.
Hinzu kommt: Wer wenig Struktur hat, neigt dazu, Aufgaben zu delegieren, ohne genau zu wissen, was eigentlich gebraucht wird. Das führt zu teuren Fehlern. Statt gezielt VAs oder Dienstleister zu briefen, wird irgendetwas abgegeben – und die Ergebnisse passen nicht.
Die Lösung liegt darin, erst mal die eigenen Abläufe zu klären, bevor man etwas auslagert.
Abrechenbare Zeit – und ihre Tücken
Viele Selbstständige arbeiten noch stark im 1-zu-1-Modell. Sie tauschen Zeit gegen Geld – in Form von Stundensätzen oder Paketleistungen. Das Problem: Du kannst deinen Umsatz nur steigern, wenn du mehr Zeit investierst. Und das geht irgendwann nicht mehr.
Was dann oft passiert:
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Du gönnst dir keinen Urlaub, weil du „sonst nichts verdienst“.
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Du investierst kaum Zeit in strategische Weiterentwicklung.
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Du wirst zwar schneller in deiner Arbeit – verdienst aber weniger, weil du nicht entsprechend umstellst.
Ein Beispiel: Früher hast du acht Stunden gebraucht, um mit einem Kunden eine Positionierung zu entwickeln. Heute brauchst du nur noch vier. Wenn du nach Stunden abrechnest, verdienst du jetzt nur noch die Hälfte – obwohl dein Wert gleich geblieben ist.
Skalierungsoptionen für Selbstständige im Überblick
Um aus dem Zeit-gegen-Geld-Tausch auszusteigen, brauchst du ein anderes Modell. Hier sind drei Wege, wie du dein Business skalieren kannst:
1. Stundensätze erhöhen
Das funktioniert bis zu einem gewissen Punkt – aber nicht für alle Berufsgruppen. Eine VA kann ihren Satz nicht beliebig verdoppeln. Und selbst wenn es klappt: Es bleibt bei der Verknüpfung von Zeit und Geld.
2. Eine Agentur aufbauen
Das ist sinnvoll für Webdesigner:innen, Grafiker:innen oder Berater:innen mit standardisierten Methoden. Wenn du andere für dich nach deinem System arbeiten lassen kannst, lässt sich der Output (und damit der Umsatz) vervielfachen.
3. Skalierbare Angebote entwickeln
Das ist für viele die nachhaltigste Variante. Du baust dir ein 1:n-Modell auf – etwa mit Online-Kursen, Gruppenprogrammen, Meditationen, Toolkits oder Memberships. Dein Wissen wird ein Produkt, das mehrfach verkauft werden kann – ohne dass du jedes Mal deine Zeit investieren musst.
So reduzierst du deine nicht abrechenbare Zeit
Der erste Schritt ist, dir Freiraum zu schaffen – und das gelingt nur über Effizienz:
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Standardprozesse entwickeln: Aufgaben, die sich regelmäßig wiederholen, solltest du systematisieren.
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Automatisierung einsetzen: Tools wie Newsletter-Systeme oder Buchungstools können dir enorm viel Arbeit abnehmen – wenn du sie richtig nutzt.
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Vorlagen nutzen: Ob E-Mail-Antworten oder Angebotsunterlagen – was du häufiger brauchst, sollte als Vorlage existieren.
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Clever delegieren: Überleg dir genau, welche Aufgaben du wirklich abgeben kannst – und bereite sie so vor, dass andere sie effizient übernehmen können.
Ein Beispiel: Ich habe meinen eigenen Social-Media-Prozess von acht Stunden pro Woche auf 2,5 Stunden reduziert. Durch klare Struktur, bessere Vorbereitung – und ein bisschen Disziplin.
Klein anfangen: Der erste skalierbare Schritt
Wenn du etwas Zeit freigeschaufelt hast, kannst du mit einem kleinen skalierbaren Angebot starten. Das muss kein riesiger Online-Kurs sein. Auch ein Download, ein Workshop, eine Telegram-Gruppe oder ein Mini-Produkt kann dir erste Einnahmen bringen – ohne dass du jedes Mal live dabei sein musst.
So gewöhnst du dich an das neue Modell und testest gleichzeitig, was funktioniert.
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Vom kleinen Schritt zum skalierbaren Business
Wenn du erste Erfahrungen gesammelt hast, kannst du dein Angebot weiter ausbauen. Vielleicht entsteht daraus später ein umfangreicher Online-Kurs oder ein Gruppenprogramm. Wichtig ist: Je mehr du skalierst, desto mehr Umsatz kannst du machen – ohne mehr arbeiten zu müssen.
Der Schlüssel liegt in einer klaren Strategie, einem guten Fundament und der Bereitschaft, dein Business neu zu denken.
Fazit: Du brauchst kein neues Zeitmanagement – du brauchst ein smarteres Business
Die Lösung für deinen Wunsch nach Wachstum ist nicht, noch mehr zu arbeiten. Sondern intelligenter. Es geht darum, Strukturen zu schaffen, die dich entlasten – und gleichzeitig deine Einnahmen steigern.
Wenn du dabei Unterstützung möchtest, dann schau dir meine 20 Kurs-Start-Hacks für 0€ an oder buch dir direkt einen Business Quick Check mit mir. Gemeinsam finden wir einen Weg, wie dein Business endlich so funktioniert, wie du es dir wünschst – strukturiert, skalierbar und entspannt.
Und wenn du mir verraten willst, was dich aktuell davon abhält, dein skalierbares Angebot endlich umzusetzen – schreib mir gern!